Steuerliche Herbstgespräche auf Mallorca

Wertvolles Wissen – Effiziente Ratschläge

Mallorca2030

Notfallordner

Markus Miller ist Gründer von KRYPTO-X.BIZ (www.krypto-x.biz) und Chefanalyst und Geschäftsführer des spanischen Medien- und Beratungsunternehmens GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U. mit Sitz auf der Baleareninsel Mallorca, dem Betreiber der Informations- und Kommunikations- und Consultingplattform www.geopolitical.biz. Er koordiniert als Geschäftsführender Gesellschafter ein internationales Informations- und Kommunikations-Netzwerk von Steuerberatern, Rechtsanwälten, Wirtschafts- und Finanzexperten. Miller ist langjähriges Mitglied des Deutschen Fach-journalisten-Verbands DFJV und steht neben seiner Funktion als Medien-Unternehmer für freiheitlichen, unabhängigen und investigativen Journalismus in Form fundierter Recherchen und Analysen. Als offizieller Markenbotschafter (Ambassador) und Branchen-Insider für Geopolitik, Ökonomie und Geld der XING AG ist Markus Miller ein gefragter und renommierter Social-Media-Experte. Mit über 115.000 registrierten Followern ist Markus Miller die Nr. 1 auf XING.

Der Notfallordner: die zentrale Ablage für Ihre Alters- und Risikovorsorge

Wenn Sie bei Ihrem Bank- oder Versicherungsberater nachfragen, ob Ihnen dieser bei der finanziellen Planung Ihres Ruhestands behilflich sein kann, wird er diese Frage sicher mit „Ja“ beantworten. Leider stehen dann oftmals nicht die Kundeninteressen im Mittelpunkt, stattdessen werden Ihnen u?berteuerte Versicherungs- oder Wertpapierprodukte verkauft. Wichtige Dinge wie die Erstellung einer Vorsorgevollmacht oder  Nachlassplanung werden dagegen nicht angesprochen. Der Grund ist einfach: Der Finanzdienstleister verdient nichts daran.

Fehlende Regelungen bergen Risiken
Egal wie reich eine Person ist: Niemand ist davor geschützt, aufgrund von Krankheit oder Unfall nicht mehr in der Lage zu sein, seinen eigenen Willen zu äußern. Falls vorsorglich kein Bevollmächtigter bestellt wurde, wird ein Richter eine Betreuung anordnen. Wenn es der Richter für ratsam hält, wird er einen Berufsbetreuer bestellen. Diese verwalten ihre „Kunden“ häufig mehr, als dass sie sich aktiv um sie kümmern. Dies liegt nicht daran, dass der Betreuer kein Interesse hat, er kann sich aufgrund der Vielzahl der ihm zugeordneten Betreuungsfälle und der nicht allzu üppigen Vergütung einfach nicht ausreichend um jeden einzelnen kümmern. Dasselbe Risiko besteht auch in Fragen der medizinischen Versorgung. Falls Sie nicht durch eine Patientenverfügung festgelegt haben, welche Maßnahmen Sie sich wünschen oder – viel wichtiger noch – nicht wünschen, gilt im Zweifel der Grundsatz, das Leben so lange wie möglich zu verlängern. Hierbei geht es beispielsweise um künstliche Ernährung und Beatmung, Operationen oder Reanimationen. In der Pflege bringt die Betreuung von Schwerstkranken zudem die höchsten Gebührensätze mit sich. Schließen Sie – völlig unabhängig von Ihrem Alter! – als Notfallvorsorge unbedingt eine Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht ab und sichern Sie damit die Durchsetzung Ihres Willens durch Vertrauenspersonen.

Vertretungsregelungen müssen im Notfall einfach und sicher gefunden werden
Die besten Vorkehrungen nutzen nichts, wenn sie im Ernstfall nicht gefunden werden. Legen Sie deshalb alles Wichtige in einem „Notfallordner“ ab. Sie entlasten damit auch Ihre Angehörigen, da diese nicht lange suchen müssen, sondern schnell alles griffbereit haben. Informieren Sie Ihre Vertrauenspersonen auch über den Ablageort des Notfallordners. Am besten sprechen Sie die Inhalte auch schon persönlich miteinander durch. Besorgen Sie sich zur Zusammenstellung einen Ordner und mehrere Trennblätter, die Sie anhand eines Inhaltsverzeichnisses beschriften. Legen Sie die jeweiligen Dokumente im Original bzw. als Kopie ab. Wesentlich ist auch die regelmäßige Aktualisierung Ihrer Unterlagen. Die Inhalte sollten jährlich – oder bei Bedarf auch in kürzeren Abständen – überprüft und ggf. angepasst werden.

Die Checkliste für Ihren Notfallordner

  • Persönliche Informationen: Inhaltsverzeichnis und Dinge, die wichtig sind. Kopien von Dokumenten.

  • Kontaktdaten von Angehörigen und anderen Personen, die im Notfall zu kontaktieren sind.

  • Testament und Bestattungsverfügungen: Die Originale werden am besten beim Amtsgericht oder Notar bzw. Bestatter hinterlegt.

  • Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung

  • Patienten-, Sorgerechts- und ggf. Haustierverfügung

  • Gesundheitsverzeichnis: Hierzu zählen Dinge wie Diabetiker- oder Impfausweis, Medikationsverordnungen und Informationen über Prothesen oder Herzschrittmacher.

  • Finanzübersicht und Bankvollmachten: Informationen zu Ihren Bankkonten und Wertpapierdepots

  • Versicherungen und Vorsorgeprodukte

  • Immobilienübersicht

  • Sonstige Verträge: z. B. Handyverträge, Vereinsmitgliedschaften

  • Digitaler Nachlass: Mit Sicherheit haben Sie eine Vielzahl von Passwörtern, PINs und weiteren Zugangscodes im Einsatz. Sie sollten deshalb hier einen Hinweis hinterlegen, wo diese zu finden sind. Beispielsweise, dass Ihre Zugangsdaten für ein Kryptowährungskonto oder eine physische Hardware-Wallet direkt in einem sicheren Schließfach in der Schweiz oder in Liechtenstein verwahrt werden.

  • Berufliche Bereiche: Bei Unternehmern und Selbstständigen ist es von großer Bedeutung, entsprechende Vollmachten zu vergeben.

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